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Der Naturheilkundige Jürgen Gstatter (staatlich geprüfter Spa- & Wellnesstrainer) ist erreichbar Branderstr.15,  83324 Ruhpolding, Email: gstatter@juergant.de

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Auszug aus dem Buch von Jürgen Gstatter 1987

 

    Kräutertees, Extrakte, Salben     

in der Volksheilkunde selbst zubereitet und andere einfache Gesundheitstipps:

 

Tee-Kräuter

 

Ein wesentlicher Teil der Gesundheit wird von der Flüssigkeitsaufnahme bestimmt. Kräuter-Tee‘s können zusätzlich wirken, Krankheiten beeinflussen und helfen durch das ungebundene Wasser beim Ausschwemmen der Schlacken und Ablagerungen im Körper. Zum Ausschwemmen wird deshalb immer wieder empfohlen, die Hälfte der Flüssigkeitsaufnahme in Tee, reinem Wasser oder Mineralwasser zu trinken und nicht nur Kaffee, Limonade, Fruchtsäfte, Bier, Wein etc..

 

Ein Kräutertee kann so vielseitig gewählt werden, daß sich für jeden Geschmack etwas finden läßt. Gerade mit dem Geschmacksempfinden ist es so eine eigenartige Sache. Bittere Kräuter werden keinesfalls von allen Menschen gemieden. Denn solche Menschen, die Bitterstoffe gesundheitlich brauchen, schmecken sie oft. Schmeckt ein Tee nicht, auch nicht nachdem man ihn drei- bis viermal probiert hat, ist es wahrscheinlich nicht das richtige Kraut, oder man hat zuviel verwendet. Man sollte den Gebrauch jedenfalls überdenken, denn der Geschmack hilft auch bei der Nahrung, was jeder einzelne Mensch braucht. So wird ein Tee von rohen Kartoffelschalen, eine kleine Handvoll 2 bis 4 Minuten gekocht, bei wenig Galle empfohlen. Man trinkt diesen Kartoffelschalentee aber nur, solange er schmeckt, danach braucht ihn die Leber nicht mehr, heißt es.

 

Die Wirkstoffe werden von den Kräutern unterschiedlich freigesetzt. Manche setzt man nur mehrere Stunden (am besten über Nacht), kalt an wie Eibischwurzeln, Mistel. Andere Kräuter überbrüht man nur, denn beim Kochen würden die ätherischen Stoffe verdampfen, wie bei Pfefferminze, Melisse. Kräuter mit viel holzigem Anteil wiederum geben die Inhaltsstoffe am besten durch das Kochen frei, wie Blutwurz, Eichenrinde. Dementsprechend eignen sich Weißdornblüten mit Mistel als Tee-Mischungen nicht, obwohl beide gute Herz-Kreislauf-Mittel sind. Solche Mischungen sind unsinnig, denn beide Tee‘s müssen separat zubereitet werden. Mistel setzt man kalt an - bei Hitze werden die Wirkstoffe zerstört - und Weißdornblüten geben am besten beim Überbrühen die Wirkstoffe frei. Deshalb bei allen Kräutern immer auf die richtige Zubereitung achten.

 

Die Menge der Flüssigkeit eines Kräutertee‘s wird löffelweise (Blutwurz, Wermuth) bis zu 2 Litern je nach Art der Beschwerden zur richtigen Zeit getrunken: die appetitanregenden Tee‘s vor dem Essen, verdauungsfördernde Tee‘s ggf auch nach dem Essen, zum besseren Einschlafen abends usw.. Man sollte auch so einfache Dinge beachten, daß man bei harntreibenden Tee‘s, am Abend getrunken, in der Nachtruhe durch den Harndrang gestört werden kann. Mit solchen harmlosen Nebenwirkungen gehören die rezeptfreien Kräutertee‘s zu den ungefährlichsten und wirksamsten Heilmitteln. Hier kann man noch ohne Angst sagen: Probieren geht über Studieren.

 

Das Arndt-Schulzsche biologische Grundgesetz lautet: Schwache Reize regen die Lebenstätigkeit an, mittelstarke fördern sie und stärkste Reize heben die Lebenstätigkeit auf. Da eine Heilung nur durch den Körper selbst erfolgt, reicht tatsächlich oft ein leichter Anstoß. So beschäftigt sich die Naturheilkunde mit der Heilung über die Selbstregulation des Körpers.

 

Um die Wirkung der Kräuter für Heilzwecke zu schonen, sollten die Kräuter kurmäßig angewendet werden. Will man die Heilwirkung eines Kräutertee‘s optimal nutzen, muß zugleich die Ernährung berücksichtigt werden. Dauern die Beschwerden länger, so nimmt man nach einer gewissen Zeit (ca. 1 Monat) ein ähnlich wirkendes Kraut. So kann jedes seine Wirkung ohne Überlagerungen anderer Kräuter frei entfalten und man erkennt die unwirksamen Kräuter besser. Dies ist bei Teemischungen nicht möglich. Es ist unglaublich, was so alles in Kräutertee‘s gemischt, man kann ruhig sagen gepanscht wird, um besonders klug und raffiniert zu wirken. Zur freien Entfaltung der Inhaltsstoffe ist es wichtig, keine Teebeutel zu verwenden, sondern das Kraut im Wasser frei schwimmen zu lassen. Jeder weiß, wieviel beim Teebeutel durch das Ausdrücken noch nachträglich abgesondert wird.

 

Einige der beschriebenen Tee-Kräuter: 

 

Die Menge und die Zubereitung der Tees muss auf die Person abgestimmt werden. Sogar beim Volksgetränk, dem schwarzen Tee, ist die Wirkung abhängig von der Zubereitung. Schwarzer Tee wirkt bis 3 Min. ziehen lassen vorwiegend anregend durch freiwerdendes Thein = Koffein und bei längerem ziehen lassen beruhigend durch freiwerdendes Tannin = Gerbsäure

Brennesselkraut:   Blatt-Krüll  -  u. a. harntreibend, blutreinigend. Bei Rheuma, Wassersucht, Hautleiden. 1—3 Teel./Tasse überbrühen und 2—10 Min. ziehen lassen. Kann stopfend wirken.

 

Goldrute:   (Wald) geschnitten  -  u. a. wirkt heilend auf das Nierengewebe ein. Stark harntreibend. Nach 1 Jahr Lagerung unwirksam. 2 Teel./Tasse überbrühen und 2—10 Min. ziehen lassen.

 

Hagebutten:   (Schalen) geschnitten  -  u. a. harntreibend, bei Blasen- und Nierensteinen, Rheuma. Frische Schalen haben viel Vitamin C. 1—2 Teel./Tasse abends kalt ansetzen, morgens dann bis 10 Min. kochen.

 

Holunderblüten:    gerebelt  (Lindenblüten wirken ähnlich)  -  u. a. harntreibend, schweißtreibend. Fördert Fieber, muß dann aber ganz heiß getrunken werden. Bei Erkältungen. 1—3 Teel./Tasse überbrühen, etwas ziehen lassen.

 

Johanniskraut:   geschnitten  -  u. a. wirkt beruhigend und reinigend auf Leber und Nieren. Bei Blasenschwäche, Leibschmerzen, Frauenleiden längere Zeit einnehmen. 1—2 Teel./Tasse überbrühen und 2—10 Min. ziehen lassen. Mindestens 6—8 Wochen lang bei nervösen Beschwerden.

 

Löwenzahnkraut:    geschnitten  -  u. a. entfettend, blutreinigend. Bei Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenleiden. Reinigend für Leber u. Nieren. 1-2 Teel./Tasse kalt ansetzen, kurz aufkochen, nach 10 Min. abseihen. Ggf. tägl. mehrere Tassen.

 

Melisse:   Blatt-Krüll  -  u. a. krampflösend, schmerzstillend, beruhigend. Fördert Durchblutung, Schlaf, Verdauung. 1—3 Teel./Tasse überbrühen und 2—10 Min. ziehen lassen.

 

Mistel:   geschnitten  -  u. a. entkrampfend, blutdruckregulierend. Bei Arterienverkalkung. Regt Verdauungsdrüsen an. 1—2 Teel./Tasse über Nacht kalt ansetzen, nicht erhitzen! Wegen der Gefahr der Stimulation der Immunabwehr nur nach Rücksprache mit dem Arzt bei Leukämie und Lymphomen.

 

Schafgarbenblüten:   gerebelt  -  u. a. krampflösend, entzündungshemmend; ähnlich wie Kamille aber milder. Fördert Verdauungsdrüsen. Bei Leber-, Gallen- und Frauenleiden. 1—2 Teel./Tasse überbrühen und 2—10 Min. ziehen lassen.

 

Weißdornblätter und -blüten:     geschnitten  -  u. a. fördern Herzkranzgefäß-Durchblutung. Bei Herz-Kreislauf-Störungen, Alters- und Belastungsherz. 1—2 Teel./Tasse überbrühen, 2—10 Min. (maximal bis 20 Min.) ziehen lassen. Ggf.tägl. mehrere Tassen.

 

Zinnkraut:   geschnitten  -  u. a. harntreibend, blutstillend, kieselsäurehaltig. bei Nieren- und Blasenleiden, Harnwegsinfekten (3-5 Tassen tägl.), Bindegewebsschwäche. Stärkt Lungengewebe, galletreibend. Äußerlich bei unreiner Haut. Als Tee 1—2 Teel./Tasse überbrühen, 2—10 Min. (maximal bis 15 Min.) bedeckt ziehen lassen. Ggf. kurz aufkochen lassen.

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Jürgen Gstatter | gstatter@juergant.de